der Tunceli Region beim Sender zu arbeiten. In seiner Prüfungskommission waren die Autoritäten Nida Tüfekçi (inzwischen verstorben), Mustafa Geceyatmaz, Yücel Paşmakçı, Mustafa Hoşsu, Yılmaz İpek (verstorben) und Talip Özkan. Zu dieser Zeit begann er auch eine intensive Konzerttätigkeit im In- und Ausland, u.a. mit Şükran Ay, Kamuran Akkor, Alaaddin Şensoy, Selahattin Erorhan, Hakkı Bulut, İbrahim Tatlıses, Ahmet Sezgin, Nuri Sesigüzel, Yıldıray Çınar, Ahmet Günday, Erkan Ocaklı, Aşık Davud Sulari, Aşık Daimi, Aşık Kul Ahmet, Rıza Konyalı, Mustafa Keser, Talip Özkan, Zafer Gündoğdu, Halil Karaduman, Necati Çelik, Ercan Irmak, Ali Ekber Çiçek, Neşat Ertaş, Aşık Murat Çobanoğlu, Aşık Şeref Taşlıova, Hisarlı Ahmet (Hacı Ahmet İnegöllü, Kütahya).
1976-1980 trat er in mehreren westeuropäischen Städten von Österreich bis England auf, in den neunziger Jahren auch in Polen und Tschechien.
Seit 1980 lebt Mansur Bildik in Wien. Die Stadt wird gerne als die Musikhauptstadt der Welt bezeichnet, der begeisterte Saz-Spieler Mansur kann hier sein ganzes Dasein der Musik widmen. Sein Ziel war und ist, die türkische Musik und das ganz besonderes Saiteninstrument, die Saz, im Zentrum von Europa bekanntzumachen.
1984 begann er am Franz Schubert Konservatorium, einer 125 Jahre alten Wiener Institution, Saz zu unterrichten. Jetzt beschäftigte er sich auch mit dem Klavier und der Harmonielehre, nicht nur um Vergleiche zwischen den musikalischen Welten anzustellen, sondern auch um Gemeinsamkeiten zwischen westlicher und östlicher Musik zu entdecken. Auch in Wien gibt Mansur Bildik Konzerte, er hatte schon zahlreiche Radio- und Fernsehauftritte. Bei Festivals, Seminaren und Konferenzen wird der Saz-Virtuose gerne als Experte eingeladen. Seit 1990 unterrichtet er auch in den Wiener Volkshochschulen und kann so für die Bekanntheit der Saz werben.
1992 spielten er und seine Freunde beim Internationalen Kammermusikfestival in Wien eine Auswahl wichtiger Werke der traditionellen türkischen Musik. 1993 wurde Mansur von dem bekannten österreichischen Popsänger Rainhard Fendrich eingeladen, an der Produktion für die Fernsehshow „Nix is fix“ im ORF-Zentrum in Wien teilzunehmen. Sie spielten zusammen den Song „Brüder“, der von der Freundschaft Fendrichs mit einem ehemaligen türkischen Mitschüler erzählt. Daraufhin erfolgte im Jahr 1994 durch Thomas Gottschalk eine Einladung in die deutsche Fernsehshow „Wetten, dass…“, wodurch im Rahmen einer Live-Eurovisions-Satellitenübertragung aus Linz Millionen Fernsehzuschauer in ganz Europa die Gelegenheit hatten, das Lied – und damit die Saz – kennenzulernen.
Gemeinsam mit türkischen und österreichischen Akademikern und Musikliebhabern gründete er im Sommer 1993 den Saz-Verein Wien, um eine größere Öffentlichkeit auf die Saz-Musik aufmerksam zu machen. In den ersten Jahren wirkte er auch als Obmann des Vereins. Es gelang ihm, bei Menschen verschiedenster sozialer und geographischer Herkunft die Liebe zur Saz zu wecken und sie als Mitglieder und Schüler zu gewinnen. Einige begannen dann sich aktiv im Verein zu engagieren. Der Verein hatte so qualifizierte Nachfolger für den Vorstand gefunden, die in dieser Funktion viel für die Saz erreichen konnten. Mansur konnte seine ganze Energie auf die musikalische und pädagogische Arbeit konzentrieren.
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